“Anpassungsfähigkeit” – oder doch lieber nicht?

Widerstandsfähige Unternehmen sind anpassungsfähig, finden schnell neue Lösungen/Ideen und können sich rasch adaptieren. Doch was ist dafür ausschlaggebend? Zuerst natürlich, die Menschen die darin arbeiten. Eine Führungsebene, die fähig ist, schnell Entscheidungen zu treffen, die zukunftsorientiert arbeitet und das eigene Netzwerk anzapft, wenn Hilfe benötigt wird. Darüber hinaus sind monetäre Rücklagen sowie ein Ressourcenüberschuss notwendig, um als Organisation widerstandsfähig zu sein.

Du wunderst dich über das Wort "Ressourcenüberschuss"? Es ist wissenschaftlich belegt, dass Unternehmen, die Ihre MitarbeiterInnen nicht komplett auslasten, in der Lage sind eine Krise schneller zu überwinden. Denken Sie nur an einen Piloten. Neben ihm im Cockpit sitzt immer ein Co-Pilot. Aus monetärer Sicht ist der Co-Pilot sehr teuer. Im Normalfall begleitet er den Piloten und verdient "gutes" Geld. Nicht auszudenken, wenn er mal nicht zur Stelle wäre. Es zweifelt keiner daran, dass diese Ressource des Co-Piloten verzichtbar ist.

Resilienz spiegelt sich auch in der Diversität wieder. Je unterschiedlicher die MitarbeiterInnen in Ihrem Handeln, Denken und Auftreten sind, desto stärker ist die Organisation. Aus diesem Grund wird Resilienz oft mir "Anpassungsfähigkeit" beschrieben. Jedoch liegt die Kunst daran, im richtigen Moment eine Anpassung vorzunehmen bzw. sich gegen eine vermeintlich notwendige Anpassung bewusst zu entscheiden“.

Hier ein wunderbares anschauliches Beispiel aus einem Onboarding-Prozess.
Vielleicht erkennst Du dich dabei ja wieder! Es ist natürlich ein wenig überspitzt, deswegen bitte mit einem Augenzwinkern nehmen:

Als Frau in einer männerdominierten Firma oder Branche arbeiten? Sich anpassen oder doch zu sich stehen und zusehen, wie das System darauf reagiert? Genau um diese Frage geht es im Kurzfilm "Purl" von Pixar. (Youtube Purl Pixar SparkShorts - 04.02.2019, ca. 8 Minuten, Englisch)

… Film ab! (in Englischer Sprache)

 

Und wer kennt diese Situation nicht. Frisch in ein Unternehmen kommen. "Sich von der besten Seite zeigen". MitarbeiterInnen wünschen sich dazu zu gehören. Das Phasenmodell nach Bruce Tuckman zeigte schon damals, 1965, dass nach der "Forming"-Phase, in der das System kennengelernt wird und eine gewisse Anpassung passiert, die "Storming"- Phase folgt. Diese Phase, in der sich Cliquen bilden, erste kleine Konflikt bzw. Missverständnisse etc. entstehen. Somit keine Anpassung mehr erfolgt, sondern die Authentizität jedes Einzelnen zum Vorschein kommt.

Wie oft hinterfragst Du Dich? Passt Du Dich der Situation an oder stell Du dich dagegen?

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