Resilienz

Resilienz – Kür oder Pflicht?

Resilienz, die [lat. resilire] bedeutet zurückspringen, abprallen, widerstandsfähig sein. Wörtlich übersetzt bedeutet Resilienz "Elastizität", wird aber auch als Anpassungs- oder Widerstandsfähigkeit bezeichnet.
"Eine Veränderung kann als Herausforderung betrachtet werden, als eine Bedrohung oder als eine neue Möglichkeit. Wie Sie eine Erfahrung wahrnehmen, beeinflusst wiederum wie Ihre Reaktion ausfällt."

Welche Arten von Krisen gibt es? Kann man sich auf Krisen vorbereiten z.B.: trainieren wie einen Muskel?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen:

  • Traumatischen Krisen
    Sind überraschend, unkontrollierbar Schicksalsschläge (z.B.: Krankheit, Invalidität, Trennung/Verlust eine Nachestenden, Unfall, Katastropehn, Arbeitsverlust, Covid-19) etc.
  • Veränderungs- (Lebens-) Krisen
    Sind Situationen, Ereignisse, die allgemein zum "normalen" Lebenslauf bzw. zur Entwicklung gehören, jedoch als krisenhaft erlebt werden. (z.B.: Pubertät, Auszug aus dem Elternhaus, Heirat, Eltern werden, Auszug der Kinder, Umzug, Pensionierung, Konfrontation mit eigenem Sterben usw.)

Resilient heißt nicht, dass Sie frei sind von Stress und Druck, von Konflikten und Widrigkeiten, sondern dass Sie mit diesen Problemen erfolgreich umgehen können, wenn Sie auftauchen. Resiliente Menschen sind nicht nur in der Lage, Schwierigkeiten zu "managen", sondern gerade im Überwinden dieser Schwierigkeiten Stärken zu entwickeln und als Persönlichkeit zu reifen. Im Prinzip, nach Turbulenzen die Kontrolle wiederzugewinnen." (vgl. Monika Gruhl, Resilienz; Die Strategie der Stehauf-Menschen)

Ein Resilienz-Training befasst sich mit den Bewältigungsstrategien, die jeder von uns individuell erprobt hat. Um diese genau zu reflektieren, beziehe ich mich in meinen Trainings auf die 7. Resilienzfaktoren nach Gruhl/Rampe:

  1. Akzeptanz
  2. Optimismus
  3. Lösungsorientierung
  4. Verantwortung
  5. Selbstwirksamkeit
  6. Netzwerkorientierung
  7. Zukunftsorientierung

Welche Bewältigungsstrategien haben Sie, wenn ein überraschendes unterwartetes Ereignis auftritt? Probieren Sie sofort sich auf die neue Situation einzustellen oder lenken Sie sich lieber ab? Welcher Reslienzfaktor spricht Sie besonders an?

 

 

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